Schläfrigkeit und Sekundenschlaf am Steuer führen im Extremfall zu
schwersten Unfällen. Diese Gefahr ist im Alltag eines Omnibusfahrers stets präsent und stellt für ihn als Fahrer eines Personentransportmittels eine sehr hohe Belastung dar.
Um diesen Problemen zu begegnen, führen das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart und das Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin (ASU) der Universität Mainz im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) eine Untersuchung über die Entstehung von Schläfrigkeit und Sekundenschlaf bei Omnibusfahrern mit dem Titel "Untersuchungen zum Auftreten von Sekundenschlaf während der Ausführung von Steuer- und Regeltätigkeiten in Abhängigkeit von der psychischen Arbeitsbeanspruchung am Beispiel von Lastkraftwagen- und Busfahrern" durch.
In dieser werden zunächst die Ursachen für Sekundenschlaf sowohl durch Recherche internationaler Fachliteratur als auch in Gesprächen mit Experten identifiziert und aufgelistet.
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Die genauen Effekte dieser Einflussfaktoren und ihr Zusammenwirken werden dann erstmalig im Rahmen einer groß angelegten Untersuchung in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer e.V. (bdo) erforscht. Dabei werden während regulärer Nachtfahrten im Linien-Fernverkehr die Daten von insgesamt 60 Probanden erfasst und ausgewertet.
Anhand der so gewonnenen Daten werden praxisnahe Empfehlungen zur Gestaltung der Arbeit von Berufskraftfahrern erstellt. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden u.a. im Rahmen eines Workshops vorgestellt und der BAuA in Form des Abschlußberichts übergeben. Ebenso ist die Publikation der Ergebnisse in einschlägigen Fachzeitschriften vorgesehen. | |